Monsoon Season Ostküste Malaysia

Monsoon Season

Die Monsunzeit geht an der Ostküste von Malaysia bis Anfang März, wir waren von Mitte Januar bis Mitte Februar dort. Da wir unsere Zeit nicht nur an der Westküste verbringen wollten, haben wir regelmäßig den Wetterbericht beobachtet, und auf Grund der positiven Vorhersage beschlossen auch an die Ostküste zu reisen. Der Weg führte uns entlang der thailändischen Grenze von Langkawi an der Westküste nach Terengganu / Marang an der Ostküste. Die bergige aber gut ausgebaute Strecke ist mit einem Mietwagen gut an einem Tag zu schaffen. 

Da die Wetterlage zu der Jahreszeit noch unsicher und dadurch auch der Wellengang unberechenbar sein kann, haben wir uns für eine Insel entschieden, die nicht ganz soweit vom Festland entfernt ist. Außerdem haben wir natürlich auch nach einer Insel gesucht, die nicht ganz so touristisch ist. Daher ist unsere Wahl auf Pulau Kapas gefallen, was im nachhinein gesehen auch die richtige Entscheidung war.

Überfahrt und die Insel

Da wir erst abends in Marang angekommen sind und kein Ferry-Boat zur Insel mehr gefahren ist, konnten wir die Überfahrt erst am nächsten Morgen machen. Diese wollten wir aber noch am selben Abend abklären und festmachen, da es zur Monsunzeit keinen festen Fahrplan gibt. Wir haben zum Glück noch jemanden an der Jetty angetroffen. Es hat sich herausgestellt, dass das auch der Bootsfahrer für den nächsten Morgen war. Er meinte dass wir Glück haben und das Wetter morgen gut sei, so dass er um 9:00 Uhr losfährt. Allerdings habe nur eine Unterkunft und der Zeltplatz in der Monsunzeit geöffnet und ob wir schon eine Unterkunft gebucht haben. Hatten wir jedoch nicht! Daher hat er uns die Nummer von KBC (Kapas Beach Chalet), der geöffneten Unterkunft, gegeben um abzuklären, ob sie überhaupt eine Übernachtungsmöglichkeit für uns haben. Sie hatten zum Glück noch etwas frei, da sie im Moment eigentlich noch gar nicht auf haben und noch am Um- bzw. Aufbau seien, und zum essen gäbe es auch nur ein Essen und das gemeinschaftlich mit den Locals dort. Wir hatten damit kein Problem und fuhren somit voller Vorfreude am nächsten Tag nach Kapas.

Marang Beach  Bootsfahrt Pulau Kapas

Tipp: Die Fahrt von der Westküste (Langkawi) bis zur Ostküste (Marang), ist an einem Tag mit Fähren und dem Auto gut zu schaffen. Wir haben ca. 7 Stunden mit Pause benötigt. Für die Überfahrt mit dem Boot würden wir empfehlen eine eigene Schwimmweste für Kleinkinder mitzunehmen, da es oftmals keine entsprechenden Westen auf den Speedbooten gibt. Diese ist ja nicht nur für die Bootsfahrten praktisch sondern auch für den Badespaß im Meer.

Die Überfahrt nach Kapas dauert ca. 20 Minuten, das ist aber auch abhängig vom Wellengang der durchaus auch recht beachtlich sein kann. Bei der Ankunft auf der Insel konnten wir direkt vom Boot in den weichen, weißen Stand hüpfen. Netterweise wurden wir direkt vor unserer Unterkunft am Strand abgesetzt und mussten somit nicht erst samt Gepäck vom Anleger dort hin laufen. Noch halb auf dem Speedboot wurden wir direkt von einem netten und hilfsbereiten Mann Namens Calvin begrüßt, dem Koch und der guten Seele von unserer Unterkunft.

 

Nach unserer Ankunft haben wir gleich angefangen die Insel zu erkunden und uns ein wenig in der direkten Umgebung umgeschaut. Die Bewohner waren alle noch dabei den angeschwemmten Unrat der letzten Monate weg zu räumen. Ebenso waren unsere Gastgeber u.a. damit beschäftigt Sandsäcke weg zu räumen und Gräben in der Anlage zu zu schütten. Die Sandsäcke waren als Mauern zum Strand hin aufgeschichtet um die Anlage und den Sand des Strandes vor den hohen Wellen des Monsuns zu schützen. Die Gräben im Inneren dagegen sollten das Regenwasser aus dem Inneren der Insel ins Meer leiten und die Häuser vor Überflutungen schützen. Da die Monsunzeit so gut wie vorüber war und die Touristensaison in wenigen Tagen begann, war beides nicht mehr nötig. Während unseres Aufenthaltes konnten wir somit den Wandel miterleben.

Dennoch war der Vorteil dieser Jahreszeit der, dass außer uns nur ca. 10 weitere Touristen auf der Insel waren und wir die Buchten samt Strände auf der Insel meist für uns alleine hatten. Ein wahrer Traum! Außerdem hatte unsere Unterkunft auch das einzig geöffnete Restaurant auf der Insel, was die Essenssuche enorm erleichtert hat. Einkaufsmöglichkeiten gibt es auch keine. Die gemeinsamen Mahlzeiten waren somit die einzige Verpflichtung die wir den Tag über hatten. Calvin der Koch hat auch immer extra etwas für unseren Sohn zubereitet, und zwar: Not spicy! 😉 Das Essen waren nicht nur immer sehr lecker sondern oft auch sehr lustig und unterhaltsam, da man sich unter den wenigen Gästen schnell kennen gelernt hat und sich fast schon wie in einer Familie gefühlt hat. Das und die Tatsache, dass die traumhafte Insel sehr klein ist und man sich nur zu Fuß oder per Boot fortbewegen kann machte den Aufenthalt extrem entspannt. Das Restaurant, welches auch als abendlicher Treffpunkt diente, war wie die gesamte Anlage und die Zimmer sehr gepflegt und einladend gestaltet.

Die komplette Westseite der Insel kann man am Strand entlang ablaufen. Die einzelnen Buchten sind über – teilweise etwas baufällige und auch steile – Treppen zu erreichen. Da alle anderen Unterkünfte noch zu waren und erst ab März geöffnet hatten, konnten wir uns immer einen menschenleeren „Privat-Strand“ aussuchen und dort entspannen. Zu beachten ist jedoch, dass manche Treppenzugänge bei Flut nicht mehr ganz so leicht zu erreichen sind.

 

Tipp: Haltet zu der Jahreszeit den Wetterbericht im Auge und erkundigt euch vorher ob die Boote und die Unterkünfte offen sind. Auch sollte man sich nicht zu sehr auf einen Termin für die Rückfahrt versteifen da es passieren kann, dass wegen des Wellengangs keine Boote fahren. Das wissen die Einheimischen aber auch oft erst am Morgen. Für die Überfahrt empfehlen wir die Plätze ganz hinten im Boot, denn dort sind die Schläge des Bootes wenn es über die Wellen „hüpft“ nicht so stark wie vorne.

Fazit

Wir hatten eine tolle Zeit auf der Insel und haben deswegen auch unsere Tage dort verlängert. Wenn ihr die Möglichkeit habt in der Monsunzeit an der Ostküste zu sein, probiert es einfach aus, wir hatten dadurch eine sehr schöne Zeit erleben dürfen. 

 

 

 

 

 

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